Mitteilung der SP Sektion Busswil

Busswil bleibt Busswil – auch nach der Fusion
Der Preis für die Fusion mit Lyss, die mit 50.5% zustande kam, ist hoch. Bei einer Stimmbeteiligung von 67,28% kam der Fusionsvertrag mit einem Mehranteil von gerade mal 10 Stimmen, beim Fusionsreglement von nur 2 Stimmen zustande.
Steuerreduktion – eine Illusion
Die wichtigsten Argumente der Fusionsbefürworter („Steuern senken auf 1.65“) haben sich bereits als falsch erwiesen. Die Gemeinde Lyss sieht sich gezwungen, den Steuersatz auf 1.71 zu erhöhen. Vor der Fusion lag die Pro-Kopf-Verschuldung von Lyss bei Fr. 2079.-, diejenige von Busswil bei Fr. 241.-. Busswil muss die massiv höhere Verschuldung von Lyss mittragen.
Busswil muss die massiv höhere Verschuldung und die Finanznot von Lyss mittragen.
Weitere kostspielige Sanierungsprojekte (Stichwort Seelandhalle), ungebremstes Bauen und noch grösseres Verkehrs-Chaos sind in Lyss zu erwarten.

Verschärfte Verkehrssituation
Die Folgen des Verlustes der Selbstbestimmung zeigen sich ein Jahr nach der Fusion deutlich. So führt heute jeder Behörden-Gang nach Lyss. Der einfache, direkte Kontakt mit der Gemeindeverwaltung ist verloren gegangen. Wer gezwungen ist, mit der Bahn nach Lyss zu fahren, überquert ein gefährliches Bahnhof-Areal und steht vor unüberwindbaren Hindernissen: kein Lift/Rampe für Behinderte, Betagte und Eltern mit Kinderwagen. Für die SP Busswil ist eine behindertengerechte Sanierung des Bahnhofs Busswil seit langem ein dringliches Thema. Beim Bahnhof Lyss sind diese Probleme vorbildlich gelöst. Warum nicht auch in Busswil?
Busswil kämpft mit ungelösten Verkehrsproblemen – vor allem was die enge Verbindungsstrasse nach Lyss betrifft. Der Bahnhofplatz ist wegen Durchgangsverkehr ein gefährliches Areal geworden.
Mit dem kürzlich verfügten beidseitigen Fahrverbot „Mostigässli“ ist die Überquerung des wichtigen Fussgängerstreifens beim Restaurant Bahnhof noch gefährlicher geworden. Dieser Lysser Entscheid ist für uns völlig unverständlich – diente doch das „Möstigässli“ lange Jahre zur Entschärfung des Verkehrs. Wir verlangen eine Wiederöffnung des Mostigässlis und eine neue sichere Gesamtplanung des Bahnhof-Areals.


Bangerter Grube: Bedrohte Ressourcen
Mit der Fusion sind der Gemeinde Lyss über Nacht grössere Land- und Kiesreserven in den Schoss gefallen. Mit diesem Fusions-Geschenk sind offensichtlich auch weitere Begehrlichkeiten verbunden: Wenige Tage nach der erfolgten Fusion kommen neue Gruben-Erweiterungspläne östlich der bestehenden Staatsstrasse zum Vorschein. Mit diesem Vorhaben sind das Naherholungsgebiet, die wichtige Waldnutzung und vor allem die Wasserquellen von Busswil unmittelbar bedroht. Deshalb erfordert die Bangertergrube unser grosses Augenmerk. Bereits jetzt stellen die Immissionen wie Abbaulärm und Staub für gewisse Teile des Wohngebiets von Busswil eine spürbare Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Als Busswiler warten wir immer noch auf die vor langer Zeit mit Lyss geplante Umfahrungsstrasse, die der damaligen Einwohnergemeinde bei der Grubenplanung versprochen wurde.

Unsere Schule: keine Lösung in Sicht
Jede Schule ist das pulsierende Herz einer Gemeinde. Die Schule ist ein wichtiger Bestandteil des sozialen und kulturellen Lebens. Die SP Busswil ist der Ansicht, dass die geplante Teilschliessung der Dorfschule und die Auflösung der bewährten Sek-Lösung mit Dotzigen problematisch sind. Die Fusion geht hier auf Kosten der Busswiler Jugend. Es können keine sicheren Schulwege nach Lyss garantiert werden. Bereits haben wegen der Fusion mehrere bewährte Lehrkräfte die Schule verlassen. Viel Geld wurde in die Sanierung des Schulhauses investiert, die Sportanlagen erweitert.

Weitere Informationen zur Geschichte der Fusion: www.bananashake.ch